Der Sergeant, bzw. der Buck Sergeant war der typische Squad Leader in Vietnam. Der Name Buck kommt von Dollar, sozusagen der Dollar Sergeant. Warum genau Dollar Sergeant konnte ich nicht herausfinden.
Er ist der erste Ansprechpartner für die einfachen Soldaten. Der Knotenpunkt zwischen ihnen und den NCOs bzw. dem Offizier, er ist aber auch für die Soldaten seines Squad verantwortlich.
Ein Sergeant ist meist ein Berufssoldat und Unteroffizier, er braucht mindestens 36 Monate Dienst in der Armee um überhaupt diesen Rang erreichen zu können.
In Kriegszeiten können die Zeiten verkürtzt sein und es gibt auch die Fieldpromotions. Wo ein Korporal oder Spezialist 4 zu einem Sergenat ernannt wird, wenn einer fehlt.

Im Vietnamkrieg gab es aber einen hohen Bedarf an Sergeants.
Deswegen führte man das 90 Tage Programm ein, das “Non-commissioned Officer Candidate Course”.
Diese Sergeants wurde auch als Instant NCO, Shake-n-bakes (Knack und Back) oder Whip n' Chills genannt und waren nicht sehr beliebt. Sie gingen direkt nach der Grundausbildung in einen 90 Tage Kurs und wurden dann vom Private zum Sergeant.
Dieses Programm warf einige Probleme auf, vor allem mit den alten NCOs. Diese mussten sich mindestens 36 Monate hochdienen und nun kamen neue NCOs, die in einem 90 Tage Kurs ausgebildet wurden. Die Shake-n-bakes waren nur theoretisch ausgebildet worden, ihnen fehlte die Erfahrung und die Praxis, sie waren im Einsatz nicht sattelfest.

 

 

 

Sgt Barnes weißt die Leute seines Squads ein.

 

Stg Barnes
Sgt Barnes 3/187th Rakkasans

Sergeant Barnes trägt hier die Tropical Uniform 3rd Pattern.

Für das tropische Klima in Vietnam mussten neue Uniformen her, die alten Uniformen waren dafür ungeeignet. Als Vorbild hatten sie die Fallschirmspringer Uniform aus dem

2. Weltkrieg. Der Schnitt der Tropical Uniform aus dem Vietnamkrieg diente auch als Vorbild für alle nachfolgenden Uniformen der US Army bis heute.

In der 3rd Pattern Uniform, sind die Uniformknöpfe verdeckt, damit sie im Dickicht nicht hängen bleiben können und die Schulterklappen wie sie auf der 2nd Pattern noch vorhanden waren wurden weggelassen. Die Uniform wird über der Hose getragen. Am Kragen ist links und rechts das Rangabzeichen in schwarz aus Metall angebracht. Am Anfang des Krieges wurde diese noch als Stoffaufnäher am Oberarm getragen, später wurde sie durch die kleineren Metalpins ersetzt, damit der Feind die Ränge nicht sofort erkannte. Über der linken Brusttasche ist der US Army Tap, sowie das Fallschirmspringerabzeichen und das CIB (Combat Infantryman Badge). Auch wenn die 101st AB DIV in Vietnam von Airborne zu Airassault umgestellt wurde, blieb das 187th Regiment bis zum Schluss sprungtauglich. Auf der rechten Seite wird das Namensschild getragen.

Auf der linken Schulter ist das Divisionsabzeichen der 101st Airborne Division zu sehen.

Das Abzeichen der 101st Airborne wurde den ganzen Krieg über farbig getragen.

Am Kopf trägt er, für Fallschirmspringer typische Baseballcap, in schwarz, mit dem Regimentsaufnäher des 187th Regiments – Rakkasans.

Die Hose wird hier in Airborne Tradition in den Stiefeln getragen.

Im Dickicht des Dschungel haben aber auch andere Einheiten die Hosen in den Stiefeln getragen, das es verhindert, das Ungeziefer durch die Hose am Bein entlang krabbeln kann, hat in Regenzeiten aber den Nachteil, dass das Wasser direkt in die Stiefel läuft.

Auf dem linken Bild trägt der Sergeant einen Holster für den M1911 Colt an einem Pistol Belt, den er unüblicherweise unter der Uniformjacke trägt. In der Hand hält er das Memobook, wie es in Vietnam ausgeliefert wurde.

 

Stg Barnes
Sgt Barnes, posing für die Heimat

Hier trägt der Sergeant eine Jacke aus dem Tigerstripe Tarnmuster. Diese ist keine offizielle Uniform. Sie wurde in Vietnam einen Schneider in Auftrag gegeben, nach den Wünschen des Auftraggebers. Solche „local made“ Jacken gab es damals einige, die auch für die Heimat als Erinnerungsstück angefertigt wurden, meist mit dem Einheitsabzeichen auf dem Rücken.

In der Hand hält er eine abgesägte Schrotflinte. Solche privaten Waffen waren in Vietnam öfter zu sehen. So wie auf dem Bild dargestellt, gingen Soldaten nicht an die Front. Dies ist eher ein Foto wie es in einem Fieldcamp entstanden sein könnte, als Erinnerungsfoto, oder für die Familie und Freunde zu hause in Amerika.

 

Stg Barnes
Sgt Barnes in leichter Kampfausrüstung

Auf dieser Fotoserie wird die leichte Ausrüstung getragen, ohne Rucksack.

Getragen wird das M1956-System, welches schon im Jahre 1957 mit dem M14 in die Armee eingeführt wurde. Da das M1956-System aber auch mit den 20 Schuss M16 Magazinen kompatibel war, blieb es während des gesamten Krieges im Einsatz.

Der Pistolbeld oder Individual Equipment Belt wurde von einem Belt Suspender oder H- Harnest gehalten, welcher das Gewicht über die Schulter verteilte. Zwei Universal Small Arms Ammunition Cases welches je 4 M16 Magazine aufnehmen kann sowie 2 Stoff Bandoliers mit je 7 Magazinen, geben dem Sarge genug Feuerkraft mit 22 Magazinen.

Normalerweise wurden die 20 Schuss Magazine nur mit 18 Schuss geladen, dass die Magazinfedern mit dem tropischen Klima Probleme hatten, schnell rosteten oder die Spannung nicht hatten. Dies konnte bei einem voll beladenen Magazin zu Ladehemmungen führen. Bei 18 Schuss pro Magazin ergibt das 396 Schuss die der G.I hier mitführt. Meist wurden Patronen in dem Buttpack mitgeführt welche in Gefechtspausen mithilfe des Speedloaders wieder in die leeren Magazine geladen wurden.

Auch der Sergeant trägt hier einen Colt 1911A1 in den schwarzen Holster an der Koppel, auf der anderen Seite das Bajonett M7 für das M16. Am Butt Pack wurden links und rechts zwei M 1956 1 Quart Canteens und unterhalb an den Riemen des Butt Packs den Regenponcho.

Die Winkeltaschenlampe wird hier am Suspender getragen. Diese Taschenlampe wurden nur dann am Suspender getragen wenn man sie in den Moment auch brauchte, ansonsten sind sie da eher störend. Wie bei den Bildern des Lieutenant, trägt auch der Sarge an der rechten Schulter das Divisionsabzeichen der Einheit, in der er vorher gedient hatte. Hier aber ein „local made“ Abzeichen der 1st Air Cav mit der Aufschrift „Hardcore“

 

Stg Barnes
Sgt Barnes in Kampfausrüstung

Diese Bilderserie zeigt die „schwere“ Kampfausrüstung mit dem Lightweight Rucksack.

Am Rucksack befestigt ist die M17A1 Gasmaske, der M1965 Entrenching Tool Carrier und M1943 Entrenching Tool, und Canteens ohne das Canteencover.

Ebenfalls, das für Airborne Einheiten typische Swiss Seat Seil und der D-Ring Karabiner.

In einem Socken werden MRE Dosen transportiert. Eine nicht unübliche Transportweise der Essenrationen.

Das M1956 First Aid / Compass Case wird hier an den Schlaufen der Magazintasche getragen, die eigentlich dazu gedacht sind, Handgranaten aufzunehmen. Eine platzsparende Trageweise.