Bevor die Soldaten nach Vietnam geschickt wurden, mussten sie Ausgebildet werden. Rekrutiert wird für die 101st aus genau den gleichen Fundus wie der Rest der Luftlandetruppen auch.

Alle Rekruten haben sich freiwillig für die Luftlandetruppen gemeldet. Die Rekruten kommen aus jeder sozialen Schicht und aus ganz Amerika, das Durchschnittsalter der Rekruten beträgt 18-20 Jahre, je nach dem ob sie direkt aus der Schule kamen oder vom College.

Jeder der sich zu den Luftlandetruppen gemeldet hat, muss erst den Einstellungstest bestehen bevor er zur Grundausbildung (Basic Training) zugelassen wird. Danach kommt die Grundausbildung, dann das Advanced Infantry Training und dann die Springerausbildung in Fort Benning.

 

 

Grundausbildung: Basic Combat Training (BCT)

 

Die Grundausbildung ist die Basisausbildung die einen Zivilisten zu einem Soldaten formen soll. Hier lernt der Rekrut marschieren, den Umgang mit einem Gewehr und wie man den Feind besiegt.

Das Problem was die meisten Gis in den ersten Kriegsjahren hatten war, dass sie für einen Kriegsschauplatz in Europa ausgebildet wurden. Nicht für die Tropen. Schon Anfang der 60er stellte die 101st dieses Training auf Vietnam um (Bis Mitte der 60er Stellten alle Einheiten der Army um).Schon in der Grundausbildung lernten Soldaten mit den hygienischen und körperlichen Bedingungen in den Tropen umzugehen, sie lernten Booby Traps zu finden und ihnen auszuweichen.

Jene die alt genug waren, lernten in der Grundausbildung auch den Umgang mit militärischen LKWs und Jeeps.

Die Rekruten wurden in allen Bereichen der Grundausbildung getestet. Jene die den Test mit Bravur bestanden, qualifizierten sich für die Offiziersschule.

Ausbildungszentren der 101st waren Fort Bliss, Texas und Ford Ord, Kalifornien.

 

Advanced Infantry Training (AIT)

 

Nach der Grundausbildung war der Rekrut ein Private E-2 und wurde auf das AIT geschickt.

Meist in Fort Dix, New Jersey oder Fort Gordon, Georgia.

Im AIT lernten die Soldaten mehr über das Überleben in einer Schlacht, sie wurden am M14 und am M16 ausgebildet. Ebenso am M60, M79 und anderen Infanteriewaffen. Die Soldaten lernten in kleinen Teams zu operieren und zu kämpfen. Ebenso lernten sie Gefangennahmen auszuweichen, oder Fluchtversuche bei Gefangennamen.

Viele Rekruten bestanden diese Verfolgungsjagden aus mentalen Gründen nicht.

Wenn das AIT bestanden war, war der Soldat ein PFC E-3.

 

Basic Airborne Course (BAC)

 

Nach bestandener AIT wurden die Soldaten zum BAC geschickt um Fallschirmspringer aus ihnen zu machen. Jeder Soldat der 101st musste den BAC durchschreiten, auch nach der Umstellung von Airborne auf Airmobile. Nur die Trainingsabläufe wurden anders, was weiter unten beschrieben wird.

Der BAC war wohl der schwerste Teil der Ausbildung, hier wurde den Rekruten nicht nur beigebracht wie man mit einem Fallschirm über einer Gefechtszone abspringt, sondern auch körperliche Fitness, die Führungsfähigkeiten und der Kampfgeist wurden geschult.

In Fort Benning angekommen startet das tägliche Programm um die zukünftigen Fallschirmjäger auf die physischen und psychischen Aufgaben vorzubereiten.

7 Stunden am Tag mussten sich die Soldaten dem PT stellen, den Physical Training.

In Fort Benning gab es 3 Phasen des Trainingsprogramms. Das Training am Boden, das Training am Sprungturm und das Training mit Absprung, insgesamt dauerte das BAC 5 Wochen und jeder Tag begann und endete mit dem PT.

 

 

Fast roping
Fast roping

 

 

Die erste Woche war nur PT, die 2. Woche war das Training am Boden, hier wurden die Soldaten auf das Fallschirmspringen vorbereitet. Sie springen von niedrigen Höhen auf Matten, lernen wie man ein Flugzeug im Gruppensprung verlässt und das Abseilen.

Die 3. Woche verbrauchten die Soldaten am 34 Fuß Turm. Hier sprangen die Soldaten aus einer Höhe von 34 Fuß ab, geführt an einem Sicherungskabel.

 

34 Feet Tower
34 Feet Tower



34 Feet Tower
34 Feet Tower

 

 

Die 4. Woche umfasste 250 Fuß Turm. Hier sprangen die Soldaten zum erstenmal mit einem Fallschirm ab.

 

250 Feet Tower
250 Feet Tower

 

 

Der 250 Fuß Turm hatte 4 Arme, es konnten aber nie alle 4 gleichzeitig genutzt werden. Da immer in Arm im Wind stand. Hier war die Gefahr zu groß, dass der Springer in den Turm getrieben wird.

In Kriegszeiten wurde die Ausbildung auch oft verkürzt und der 250 Fußtower wurde nicht genutzt, man begann gleich mit dem Absprung aus einem Flugzeug.

Das ist die 5. Woche der Ausbildung. Die Fallschirmspringen müssen 5 Absprüngen ableisten um die berühmten Schwingen zu erhalten.

 

 

Jump
Jump



Jump
Jump

 

 

Wurde die Ausbildung abgeleistet und bestanden, gab es am Schluss der Ausbildung die Para Wings. Auch Bloodwings genannt, da die Pins ohne Sicherung an die Brust gesteckt wurden, und dann mit der Faust auf das Abzeichen geschlagen wurde, so dass sich die Nadeln in die Brust bohrten.

Ende der 60er stellte die 101st von einer Airborne Einheit zu einer Airmobile Division um.

Der BAC blieb, jeder zukünftige GI der 101st musste weiter durch den BAC, nur das der Schwerpunkt der Ausbildung nicht mehr die Fallschirmabsprünge waren, sondern das Abseilen und die Airmobile Taktiken.

Nach Fort Benning kamen die Soldaten nach Fort Campbell in Kentucky. Dort wurden sie für den Dschungel Kampf trainiert.

 

 



Quellen:

Literatur:

MICHAEL SHARPE UND SIMON DUNSTAN, 101st Airborne in Vietnam: The "Screaming Eagles", Ian Allan Publishing, 2005

SHELBY L. STANTON, U.S. Army and allied ground forces in Vietnam order of battle, U.S. News Books

URL:

Fort Campbell Jump School; Access at 2007-10-17:
http://screamingeagles__10.tripod.com/deactivation_and_reactivation1.htm

Paratroopers of the 50's; Access at 2007-10-17:
http://home.hiwaay.net/~magro/jumpsch.html

US-Army BCT; Access at 2008-01-15:
http://www.army.com/enlist/basic-training.html