Der G.I. ist das Rückrat der US Army. Die Infanterie Soldaten, sie sind die Bodentruppen, die mit Handfeuerwaffen die Hauptlast des Krieges in Vietnam führten. G.I. steht für Government Issue (Regierungseigentum), die Bezeichnung kam von den Mülleimern der US Army die den Aufdruck G.I. hatten, ursprünglich stand das für Galvanized Iron, man nahm später an es steht für Government Issue und übernahm das für die Soldaten.
[Origin: 1915-20; orig. abbr. of galvanized iron, used in U.S. Army bookkeeping in entering articles (e.g., trash cans) made of it; later extended to all articles issued (as an assumed abbrev. of government issue) and finally to soldiers themselves]

 

Der Rifleman ist der einfache Schütze in der US Amry, er ist meist Private First Class (PFC) oder Specialist 4th Grade (SP4), seine Bewaffnung umfasst alle Infanteriewaffen, die die US Army zu dieser Zeit hatte. Die meisten „Grunts“ waren mit dem M16A1 Sturmgewehr bewaffnet. Doch auch M60 Schützen, die M79 Grenadiere waren normale „Grunts“ und jeder Soldat war an jeder Waffe ausgebildet.
Die Soldaten in Vietnam waren Wehrpflichtige mit einigen Ausnahmen; Airborne Einheiten und Marines verließen sich weiter auf Freiwillige. Die Wehrpflicht dauerte zwei Jahre. Wobei man davon ein Jahr in Vietnam war. Die juristischen Bedingungen für die Mannschaftsdienstgrade sind die US-amerikanische Staatsbürgerschaft oder eine dauerhafte Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis bei voller Gesundheit und einer guten physischen Verfassung. Des Weiteren darf der Rekrut das Alter von 34 nicht überschritten haben, das Mindestalter ist 18, 17 mit der elterlichen Genehmigung.

 

PFC Brown in einer Gefechtspause
Spec 4 Brown in einer Gefechtspause

 

Über die Ausbildung der G.I.s siehe unseren Beitrag zur Ausbildung der 101st ABN DIV.

 

Alltag in Vietnam. Ein PFC der 187th kämpft sich durch den morastigen Boden

 

 

GIs der 187th machen sich auf den Weg zu einer Patrouille.

 

PFC Bolton trägt hier die Khaki Sommer Dress Uniform der 101st Airborne Division. Die Khaki Uniform war aus 100% Baumwolle dazu trägt er die Fallschirmspringerstiefel in schwarz und das Fallschirmspringer Schiffchen.

 

 

Die Ausrüstung die PFC Bolton auf dem Bild trägt ist typisch für Tausend andere Soldaten die in Vietnam gedient haben. Als Kopfbedeckung hat er den M1-C Fallschirmspringerhelm mit dem charakteristischen doppelten Kinnriemen.

Als Uniform trägt er die Tropical Combat Uniform in der 3. Version. Diese unterscheidet sich von den Vorgängern, dass die Knöpfe nicht mehr offen liegen und somit geschützt sind, vor Abreißen durch das Dickicht im Dschungel. Ebenso wurden die Schulterklappen und die Taillenriegel weggelassen. Das Material der Uniformen ist Baumwolle Ripstopp. Bolton trägt das normale Load-Carrying-Equipment M-1956. Bestehend aus dem M-1956 Pistol Belt, M1956 Suspenders, zwei M1956 Universal Small Arms Ammunition Pouch für ja 4 M16 Magazine. An einer Magazintasche ist eine M26 Fragmantation Granate, an der anderen Magazintasche ist eine M18 Smoke Granate angebracht. Die Rauchgranaten brauchten die Soldaten um eine Landezone zu markieren. Es gab verschiedene Farben dafür. In der Praxis sah es so aus, der Helikopterpilot funkte die Bodentruppen an und kündigte sein ankommen an. Die Bodentruppen bestätigten dies und warfen Rauchgranaten. Der Pilot bestätigte die Farbe, war diese Richtig, setzte er zur Landung an, war die Farbe falsch nahm er die Stelle unter Feuer.
Anfangs gab es Gelb für Sicher LZ und Rot für Heiße LZ, doch der Vietcong war ebenfalls in Besitzt der Rauchgranaten und von erbeuteten Funkgeräten, so konnte er den Helikopter in die Irre führen und abschießen.
Stimmte die Rauchfarbe nicht überein, konnte man davon ausgehen, dass die falsche Farbe vom VC geworfen wurde und so wusste man seine Stellung.

Die Granaten werden seitlich an einer Schlaufen an der Magazintaschen getragen, wobei der Sicherungsring mit Tape gesichert ist, und der Befestigungsriemen wird durch den Sicherungsstift geführt. Dies alles soll ein unkontrolliertes zünden der Granate verhindern.

Um die Brust hängen zwei Baumwoll Bandoliere für die M16 Magazine, jedes Bandolier fasste 7 Magazine zusätzlich. Eigentlich wurden die Bandoliere mit den Patronen auf dem Ladestreifen geliefert. Mittels Schnelllader sollten sie dann im Feld in die Magazine gedrückt werden. Doch in der Praxis wurden in den Bandolieren die gefüllten Magazine getragen.

Er trägt das M1961 Pack Field, oder auch Butt Pack genannt und zwei Canteens.

Seine Bewaffnung ist das M16A1 Sturmgewehr.

 

 

Spc4 Brown trägt hier zwei Baumwoll Bandoliere, die die Magazintaschen komplett ersetzen. Anstatt das Load-Carrying-Equipment M-1956 zu benutzen, trägt er seine gesamte Ausrüstung auf seinem Lightweight Rucksack und um den Hals hat er einen M60 Patronengurt hängen, diese Gurte wurde auf das gesamte Platoon verteilt. Das Handtuch um den Hals dient dazu, sich den Schweiß vom Gesicht abzuwischen. 35 - 38° Celsius und eine Luftfeuchtigkeit von 90% lassen einen selbst bei geringer Anstrengung schwitzen.

 

 

Auf seinem Lightweight Rucksack erkennt man zwei 1 QT Canteen mit einem Karabiner befestigt, ein M60 Bandolier mit weiter M60 Munition, seine M18 Gasmaske und im Hintergrund ist eine 2 QT Canteen zu erkennen. Weite Ausrüstung trägt er in seinen Rucksack, der am unteren Teil des Aluminiumgestells befestigt ist.