Der Sanitäter oder auch Combat Medic ist ein Soldat mit einer Sanitätsausbildung.
Die Sanitäter machen die gleiche Grundausbildung wie jeder Soldat, doch beim AIT trennen sich die Wege.
Auf dem AIT lernen die Sanitäter die Grundlagen der Medizin und der Hygiene. Sie lernen wie man einen Verwundeten unter Beschuss birgt und transportiert. Die Luftrettung wurde gerade in der Zeit des Vietnamkrieges trainiert und in Vietnam noch komplettiert.

Im Vietnamkrieg benutzten die Sanitäter zum ersten Mal offensive Feuerwaffen und Granaten in der Schlacht. Es wurden keine Kennzeichnungen mehr an der Uniform oder an den Helmen benutzt, wie z.B. das Rote Kreuz
Eigentlich schreibt die Genfer Konvention vor, dass Sanitätspersonal nur Nahverteidigungswaffen wie Messer und Pistolen tragen dürfen. Sollte ein Sanitäter eine Waffe im Feld benutzen, verliert er seinen Schutz unter der Genfer Konvention, denn ein Sanitäter der als solcher gekennzeichnet ist, darf im Krieg nicht beschossen werden, das gilt als Kriegsverbrechen.
Doch der Vietcong hielt sich nicht an die Genfer Konvention. Es gab sogar Prämien für den VC, wenn man einen Sanitätshubschrauber abgeschossen hat. Deswegen wurden in Vietnam auch die MEDEVAC Helikopter bewaffnet. Jeder Sanitätshubschrauber hat zu jeder Seite ein M60 Maschinengewehr zur Verteidigung.
Und die Sanitäter der Army führten, wenn sie wollten ein M16A1 mit, zumindest aber einen Colt 1911. Denn auch sie waren neben den Funker oder dem M60 Schützen auf der Abschußliste des Vietcongs ganz oben. Durch ihre Sanitätstasche, waren sie unter anderem für den Feind auch leicht erkennbar. Die Sanitäter der Navy hatten nur einen Colt M1911 dabei. Die Navy Sanitäter oder auch Corpsman genannt, unterstützten das Marine Corps, da die keine eigenen Sanitäter hatten.
Die Aufgaben des Platoon Sanitäters waren natürlich die medizinische Versorgung , Betreuung , Behandlung unter Beschuss, sowie die Evakuierung der Verwundeten, kurz gesagt sie hatten die Erstversorgung vor Ort durchzuführen. 
Aus den Erfahrungen des zweiten Weltkrieges und Korea erkannte mann das die Überlebensrate enorm stieg wenn der Verwundete innerhalb einer Stunde aus dem Gefechtsgebiet evakuiert und behandelt werden konnte.
Dank der Einführung der Hubschrauber die in Korea hier schon wirksam genutzt wurden, erkannte man das es außerordentlich wichtig war die Verwundeten schnell ausfliegen zu können.
Und diese Mobilität erfüllten die neu zur Truppe gekommenen Hubschrauber, auch „Dustoffs“ genannt.
Denn man konnte hier gewährleisten das der Verwundete innerhalb von einer Stunde in einem M.A.S.H. oder in einer anderen Sanitätsdienstlichen Einrichtung kommen konnte.
Dank der Hubschrauber und deren Einsatzfähigkeit stieg die Überlebensrate Verwundeter Soldaten auf 98% 
Neben diesen offensichtlichen Aufgaben des Sanitäters, gehörte zu seinen Aufgaben auch die Ausgabe der Anti-Malaria-Tabletten, die Behandlung von leichten Schnitten, Sonnenbrand, Blasen, Fußbrand und andere Behandlung von Beschwerden die durch das fremde Klima und den unwirtliche Gelände entstanden.
Durch das Medecap Programm welches ein integrierter Bestandteil des Hearts and Minds Konzepts war, bestand die Aufgabe der Sanitäter auch damit, die Einheimischen in den Dörfer zu besuchen und dort für medizinische Betreuung zu sorgen. Für den Sanitäter waren die Soldaten in seinem Platoon seine Privatpatienten. Die Motivation der Sanis war hoch, ebenso ihre Anerkennung bei den GIs, diese nannten die Sanitäter immer "DOC".

 

Ein LRRP DOC versorgt einen Kameraden

 

Dieser Sanitäter einer LRRP Einheit der 101st Airborne Infanterie gibt einen Kameraden eine Infusion. Das heiße Klima in Vietnam und die hohe Luftfeuchtigkeit in Kombination mit langen Märschen und schweren Gepäck, führte bei vielen Soldaten zu einer Dehydrierung.

Das Schwitzen führt zu einem bedrohlichen Wassermangel im Körper, den der Sanitäter sofort mit Volumenausgleich mit einer Infusion behandelt.

Der Dschungel birgt viele Gefahren neben den Kriegsverletzungen kommen Überlastungen durch Dehydration, dazu Tierbissen, Lebensmittelunverträglichkeiten, gifte Pflanzen und vieles mehr hinzu. Selbst kleine Wunden können sich schnell entzünden, da Luftfeuchte und Wärme ideale Bedingungen erfüllen in denen sich Keime / Bakterien und Pilze bilden.
Diese Wunden heilen oft sehr schlecht und können ohne Behandlung innerhalb von Stunden ( durch Sepsis ) zum Tode führen.

Der Sanitäter reguliert den Zulauf der Infusion während ein Kamerad Hilfe leistet und die Infusion hält. Auf den Beinen des „Patienten“ liegt die Sanitätstasche Unit 1.

 

Spec4 Striker, Medic der 187th

Wie schon erwähnt, trugen viele der Sanitäter im Vietnam Krieg auch Waffen. Unser Medic „Drugstore“ überquert hier mit seiner Squad einen Fluss, in der Hand sein M16 und an der Koppel Magazine und Handgranten. Die Waffen dienten den Sanitäter in erste Linie um sich selbst zu verteidigen, oder auch um seine "Patienten" zu verteidigen. Denn sobald der Ruf "MEDIC!" ertönte, war der Sanitäter unterwegs um Verwundete zu versorgen. 

Ein Corpsman aus dem Vietnamkrieg schrieb: Manchmal muß man zur Waffe greifen, um seine Leute zu schützen.

Spec4 Striker trägt den Sanitätsrucksack (medical field pack) No 5. Zum Inhalt des No 5 gehörten Binden, Bandagen, chirurgische Instrumente, Albumin Serum, Aspirin, Fußpuder, Salben und vieles mehr. Der Inhalt der Verbandsrucksäcke wurde Individuell vom Sanitäter auf die Mission zusammengestellt.

Des Weiteren wurden unter anderem Infusionen und Albumin auf den Zug verteilt, denn bei einem Platoon von knapp 30 Mann fallen schon recht viele Wehwehchen an:
Fußpilz, Immersionsfuß (Fußbrand) Infektionen durch giftige Dornen, Insektenbisse/Stiche(Ameisen, Hornissen, Bienen, Moskitos, Stechfliegen, Blutegel, Tausendfüssler) Kopfweh, Malariaprophylaxe, Ausgabe von Salztabletten gegen Dehydrierung und Sonnenbrand.
Für alles dieses musste der Medic sein Platoon versorgen, aber manchmal war er aber auch einfach nur der, der zuhören konnte wenn ihn jemand brauchte.

 

 

 

In der leichten Kampfausrüstung trägt Doc Striker die 3rd Pattern Tropical Uniform und das M 1956 Webbing mit 2 Universal Pouches, mehrere Feldflaschen und dem Buttpack.

Wie jeder Soldat hat auch der Sanitäter Handgranaten und Magazine dabei.

Wasser war wichtig für die Sanitäter, die Verwundeten brauchten Wasser und zum reinigen von Hände, Wunden und Gerät. Unter normalen Umständen wie man sie in einen Krankenhaus vorfinden würde, würde man kein Wasser verwenden um Wunden zu reinigen, da es eine Infektion erhöhen kann, doch bei den schlechten Bedingungen eines Schlachtfeldes gibt es meist keine andere Möglichkeit. In einem Canteencover kann man eine Kochsalzinfusion sehen, der er so an der Koppel tragen kann. Er trägt hier die Unit 1 in der 2. Version.

An seinen M1-C Helm, hat er im Helmband noch ein Verbandspäckchen geklemmt für einen schnellen Zugriff. Wie jeder Soldat der 101st trägt auch er das M16A1 Sturmgewehr.

 

 

Auch hier ist die leichte Kampfausrüstung zu sehen allerdings mit dem Medical Bag No. 5. Der Rucksack hat ein großes Innenfach, welches dreigeteilt ist, er hat vier Einschüben für je zwei Verbandspäckchen in der Deckelinnenseite und zusätzlich sind drei Außentaschen angebracht. Ebenso trägt der Sanitäter hier ein M 79 Bandolier in dem weitere Verbände und eine weitere Infusion untergebracht sind, für den schnellen Zugriff.

 

 

 

Für längere Patroullien ohne die Versorgung der Helikopter hat natürlich auch der Sanitäter zusätzlich zu seinem medizinischen Material auch seinen eigenen Rucksack zu tragen.

Auf diesem Bild trägt „Drugstore“ den Lightweight Rucksack auf dem der No 5 Sanitätsrucksack befestigt ist.