Der Funker ist mit der wichtigste Mann im Squad. Er ist der einzige Kontakt zur Außenwelt. Durch ihn kann Verstärkung, Nachschub, Artillerieunterstützung oder auch medizinische Evakuierung angefordert werden. Zusätzlich zu der normalen Ausrüstung, die ein GI mit sich trägt, muss der RTO (Radio Telephone Operator) noch das Funkgerät tragen, was je nach Typ bis zu 12 kg zusätzliches Gewicht bedeutet. Dazu kommen noch die Ersatzbatterien, da eine Batterie für das PRC-25 z.B. nur eine Lebensdauer von 20 Stunden hatte. Die RTOs hatten ein schweres Los, neben dem zusätzlichen Gewicht, kam auch noch die hohe Priorität auf der Abschussliste von Heckenschützen hinzu. Ohne Funkgerät war ein Squad abgeschnitten und ein Funkgerät hat eine gute Silhouette, so konnte man den RTO sehr schnell erkennen. Des Weiteren kommt noch, dass immer vor oder hinter dem RTO der Platoon Offizier (Leader) ging.


RTO mit AN/PRC-10
RTO mit AN/PRC-10

Hier trägt der RTO ein veraltetes PRC-10. Diese Funkgeräte wurden eigentlich 1965 vom PRC-25 abgelöst, bei Engpässen wurden sie aber wieder verwendet. Gerade nach der Ted - Offensive wurden viele der PRC-25 gestohlen oder zerstört, auch im A Shau Valley wurden viele Funkgeräte zerstört. Das PRC-10 und das PRC-25 waren aber kompatibel, da das PRC-25 über 920 Kanäle verfügte, von denen zwei voreingestellt waren.
Das PRC-10 war noch ein Röhrenfunkgerät (Siehe Die Funkgeräte) und war dementsprechend groß und schwer. Die Tragevorrichtung war sehr unpraktisch und das Funkgerät verrutschte oft. An der linken Seite hat dieser RTO noch eine LAW befestigt, unter dem Funkgerät trägt er das Butt Pack und zwei Canteens. Das Seil zum Abseilen ist im Butt Pack noch erkennbar. An seinem Karabiner an der linken Schulter hängen die Handschuhe, welche an Airborne und Air Cavalry Einheiten für das Fast Roping ausgeliefert wurden.


RTO mit AN/PRC-25
RTO mit AN/PRC-25

Hier hilft ein Kamerad den schwer beladenen RTO aus einem Bachlauf heraus. Am Rücken trägt er das PRC-25 mit der kurzen Bandantenne, gut erkennbar sind die am Funkgerät befestigten Signalgranaten. Diese trugen die RTOs, weil jene die Ersten waren, die über das Funk neue Befehle erhielten und so am schnellsten reagieren konnten. Sie waren es auch, die die Helikopter zu einer LZ einwiesen. Unter dem Prick 25 ist das Butt Pack, der RTO konnte in der Regel keinen Rucksack mitschleppen, er musste seine Ausrüstung und seine Habseligkeiten in diesem But Pack unterbringen. Gut zu sehen, das Abseilseil welches am Tragegestell des PRC-25 mit dem Karabiner angebracht ist. Dieser RTO ist noch mit M16 und M60 Bandoliere behängt worden. Ersatzteile für das Funkgerät, sowie weitere Nebelgranaten waren meist in einem Claymorebag untergebracht und die lange Stabantenne war zerlegt im Spares Bag welche am Funk befestigt war. (Hier auf der linken Seite des Funkgerätes und nur schwer zu erkennen).


RTO mit AN/PRC-25
RTO mit AN/PRC-25 im ARVN Rucksack

RTO Hyman hat hier sein PRC-25 in einem ARVN Rucksack versteckt. Der Indigenous Ranger oder ARVN Rucksack wurde von den GIs wegen seines geringen Gewichts und seinem großen Packvolumens bevorzugt. Er hatte ein X-Frame Tragegestell welches verhinderte, dass der Rucksack direkt auf dem Rücken auflag und noch zwei große Außentaschen. Der Rucksack hatte weiterhin eine Haltevorrichtung für den Spaten und er saß hoch auf dem Rücken, dies hatte den Vorteil, dass auch auf der Rückseite der Koppel Ausrüstungsgegenstände befestigt werden konnten, was bei vielen amerikanischen Modellen nicht der Fall war.
Auf dem Bild ist gut zu erkennen, warum das Funkgerät in den Rucksack gewandert ist. Somit ist dieser RTO als solcher nicht mehr so leicht für Heckenschützen zu erkennen. Diese Erfahrung wurde aber nur bei Ranger, Special Forces Einheiten und wenigen Fronteinheiten umgesetzt. Da im A Shau Valley viele Heckenschützen ihr Unwesen trieben, griffen die Rakkasans immer wieder auf solche Listen zurück. So war die 187th auch eine der ersten Einheiten, die die Rangabzeichen vom Oberarm verbannte und sie durch Metall Pins am Kragen ersetze.
Bei dieser Methode der Trageweise hat der RTO auch mehr Packvolumen und zusätzlich trägt er das Butt Pack welches unter dem Rucksack an der Koppel befestigt ist. Am Rucksack ist der Carrier Intrenching Tool M-1956, der Klappspaten befestigt. Sowie eine weitere Canteen ohne Cover. Auf der linken Seite des Rucksacks ist eine weitere M56 Magazintasche zu erkennen in der Rauchgranaten aufbewahrt sind. Ebenso auf der linken Seite zuerkennen die M17 Chemical Biological Field Mask.
Über die Linke Schulter läuft das Kabel zum Handsprechapparat und über der rechten Schulter ist die Bandantenne im Suspender eingehängt, damit sie nicht im Dickicht des Dschungels hängen bleibt. Als Waffe trägt der RTO ein M16A1 und typisch für die 187th ist das Tori-Zeichen am M1-C Helm des RTOs. Dieses Zeichen hatten die Rakkasans zusammen mit ihren Namen im 2. Weltkrieg über Japan bekommen.